Taxiservice zum kleinen Preis: „Minicar Fulda“ besetzt Marktlücke

Funkmietwagen auf Bestellung müssen nicht nach dem Taxitarif bezahlt werden. Meist wird ein Festpreis im Voraus auf Basis der gefahrenen Kilometer vereinbart. Nachdem der populäre Billig-Anbieter City-Car in Fulda aufgrund der Einführung des Mindestlohns vor einigen Jahren von der Bildfläche verschwunden ist, besetzt jetzt „Minicar Fulda“ die Marktlücke. https://osthessen-news.de/n11650760/taxiservice-zum-kleinen-preis-minicar-fulda-besetzt-marktluecke.html

Minicar Fulda

Inhaber Hesham Rashid Cheema hat eine E-Klasse und eine C-Klasse im Fuhrpark, neben der Personenbeförderung werden Kranken- und Dialysefahrten, Kurierfahrten und der Flughafentransfer angeboten. Gebucht wird per Telefon oder auf der Website von „Minicar Fulda“. Der 24-Jährige hat vorher zwei Jahre Taxi in Kassel gefahren, danach bis Dezember 2020 in Fulda selbst. „In Kassel habe ich die vielen Minivans gesehen, die als Funkmietwagen unterwegs waren. In Fulda gab es früher nur City-Car, da hat der Kilometer 99 Cent gekostet. So eine Alternative fehlt hier momentan. Ich will den Taxifahrern nicht das Geschäft kaputtmachen – aber vielen Leuten sind die normalen Taxitarife zu teuer.

„Festpreis kein Problem in der Barockstadt“

Ich biete kostengünstige Beförderungen von A nach B – im Normalfall bekommt der Kunde direkt am Telefon gesagt, was die Fahrt kosten wird. Mit Google Maps lässt sich das sofort ausrechnen“, so Cheema. Anders als in der Großstadt Kassel spielen Staus und Wartezeiten keine große Rolle bei der Kalkulation: „Die Barockstadt ist überschaubar, wenige Hauptstraßen, kaum Rückstau – da ist das mit dem Festpreis kein Problem“, meint Cheema. Ein LED-Sternenhimmel in der E-Klasse soll die Fahrt zum Erlebnis machen und erinnert an Premium-Services von Uber und Co.

Das neue Personenbeförderungsgesetz, das im August in Kraft getreten ist, könnte Unternehmern wie Cheema zusätzlich zur Einzel-Rufbestellung weitere Möglichkeiten eröffnen: Durch den sogenannten gebündelten Bedarfsverkehr dürfen Aufträge entlang ähnlicher Wegstrecken gebündelt und durch einen einzigen Fahrer mit einem Pkw abgearbeitet werden – private Sammeltaxis und Rufbusse werden so möglich. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, meint Cheema, der momentan auf der Suche nach weiteren Fahrern ist. (mau) +++